DENKMAELER
Die Kathedrale hat eine kraftvolle Renaissancefassade,
dreigeteilt durch feierliche Boegen und mit einem Thympanon mit dem Stemma der Piccolomini
geschmueckt.
Die Fassade ist ausserdem mit zwei Tabernakelnischen,
mit einem Rundfenster mit dem Stemma der Piccolomini und mit drei Holzportalen verziert.
Auf der ganz aus travertinischem Marmor bestehnden Fassade vereinigen sich Eleganz ,
Feinheit , Harmonie und durchdachtes Gleichgewicht. Auf der linken Seite steht ein kleiner
, mit einem Giebel vers ehener Glockenturm mit ottagonalem
Grundriss. Das gotische Innere ist durch Buendelpfeiler in drei Schiffe geteilt.Es ist
sehr lichtreich und hat hohe gotische Fenster manchmal mit Gewoelbekreuzen , und ausserdem
eine polygonale Apis mit fuenf Kapellen. Im rechten Schiff findet sich neben der Tuer zur
Sakristei eine Darstellung der Madonna mit Heiligen von Giovanni Di Paolo. In der ersten
Apsiskapelle rechts findet sich ein Altarbild von Matteo di Giovanni , das die Madonna und
Heilige darstellt. In der zweiten Apsiskapelle befindet sich ein im Reneissancestil ein
Altar , das letzte Werk von B.Rossellino.In der zentralen Apsiskapelle findet man die
Darstellung der zum Himmel aufgefahrenen Madonna, das Hauptwerk Vecchiettas .In der
fuenften Kapelle befindet sich eine Darstellung der Madonna mit Heiligen von Sano di
Pietro. Im linken Seitenschiff findet man ueber der Tuer zum Glockenturm eine Darstellung
der Madonna und Heiligen , wiederum von Matteo di Giovanni. Unter der Apsis oeffnet sich
die Krypta mit einem von B.Rossellino hergestellten Taufbecken und mit Resten der
frueheren , vorromanischen Kirche.
Palazzo Piccolomini ist das Hauptwerk B.Rossellinos , der
sich von der Gestalt des Palazzo Piccolomini Rucellai in Florenz inspirieren liess .
Der
Plan stammt von seinem Lehrer Leon Battista Alberti . Durch dieses Werk spricht deutlich
die von Rossellino selbst gegebene Interpretation , was roenische Klassik sei. Aus ihr
entsteht das ausgeglichene quadratische Modul , das sich rythmisch auf den Fassaden
wiederholt , sowie die ernste , kompositorische Harmonie des Ganzen. Der Palazzo hat mit
glatten Kragsteinen versehene Wandflaechen und wird von drei Reihen schmueckender
Wandpfeiler aufgelockert , die zwei boegige Fenster umrahmen. Der Innenraum schliesst
einen eleganten Hof mit Arkaden und Kreutzfenstern ein . Von hier steigt man zu einem
eleganten Haengegarten hinauf , auf dem eine grossartige dreireihige Loggia vor Augen
liegt . Die Saele im ersten Stockwerk ( Museum ) beinhalten alte Einrichtungsgegenstaende
, Gemaelde und der Familie Piccolomini gehoerende Waffen sowie eine sehr schoene
Bibliothek mit sehr alten und seltenen Texten.
Der Palazzo della Canonica (Pfarrpalast) befindet sich auf der linken Seite der
Kathedrale. Er ist sehr einfach gehalten und beheimatet das Dioezesannmuseum der heiligen
Kunst. Er besitzt beachtenswerte Gemaelde der sienesischen Schule ( Vecchietta , Bartolo
di Fredi ) , mit Miniaturem ausgeschmueckte Chorbuecher aus dem 15. Jh . , plaenische
Wandteppiche aus dem 15. und 16. Jh . , ueppigste heilige Gewaender ( Chormantel von Pius
II. , englische Filigranarbeit aus dem 14. Jh . , Mitra mit Perlen und Schmuck aus dem 15.
Jh . , Chorrmantel des Alessandro Piccolomini ) , Goldschmiedewerkstatt des 14 .-16 . Jh .
(Silbener Bischofsstab von Pius II. ).
Der Palazzo Pubblico wurde als Ersatz des alten
Praetorinmspalastes erbaut , der Wohnsitz des Kardinals Borgia geworden war . Das Gebaeude
ist durch einen auf Saeulen gestuetzten Bogengang gekennzeichnet . Der obere Teil besteht
aus einer Fassade , auf der sich vier Fenster oeffnen . Der Palazzo wird von einem Turm
aus Ziegelsteinen , auf dem sich eine Uhr befindet , flankiert. Heute ist das Gebaeude der
Sitz der oeffentlichen Verwaltung. Im 19. .Jh. wurde noch ein Stockwerk hinzugefuegt, das
aber spaeter wieder abgerissen wurde
Der Palazzo Borgia steht vor dem Palazzo Piccolomini, der Residenz des Papstes, und war
von Kardinal Borgia, dem spaeteren Papst Alexander IV., erwuenscht worden. Hier stand der
alte Praetoriumspalast von Corsignano. Noch immer ist nicht sicher, ob der Palazzo nur
weitestgehend umgebaut oder voellig neugebaut wurde.
Die Pfarrei von Corsignano (Pieve) befindet sich in der Mitte eines gras-und
baum-bewachsenen Platzes ein wenig ausserhalb des Dorfes. Diese Pfarrei ist ein
ausgezeichnetes Beispiel voromanischer Baukunst, sowohl die Krypta als auch die kleine
Kirche selbst, waehrend die verschiedenen Erweiterungen deutlich der romanischen Epoche
zuzuordnen sind. Sehr schoen sind die beiden verzierten Portale, der zylindrische
Glockenturm und all die Steinskulpturen, die sich innerhalb und ausserhalb befinden. Die
winzige, unter dem Presbyterium liegende Krypta ist einzigartig, sie besteht ganz aus
Stein und hat ein Kreuzgewoelbe von feiner Einfachheit. Hierher kamen die beiden Heiligen
Modestus und Desiderius, um zu beten, und zu ihrer Erinnerung wurde schliesslich eine
Kapelle erbaut. Entlang der Hauptstrasse findet man die Palazzi der im Gefolge des Papstes
nach Pienza gekommenen Kardinaele: der kleine Palazzo des Gregorio Bolli, der Palazzo des
Kardinals Ammannati, der Palazzo Gonzaga und der kleine, elegante Palazzo des Kardinals
Atrabatenze. Ausserdem trifft man auf die Kirche des H. Franziskus, dem einzigen Denkmal
des alten Dorfes von Bedeutung. Sie war ein Konvent der Fratres, im gotischem Stil erbaut:
im Inneren befindet sich ein schoenes Beispiel eines gemalten Kruzifixes der sienisischen
Schule. Neben der Kirche oeffnet sich ein lichtreicher Kreuzgang, auf dem das Gebaeude des
ehemaligen Bischofsseminars steht, neu restauriert und als Hotel benutzt
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