GESCHICHTE
Sarteano, das heute als beruehmter Kurort gilt, liegt 573 m ueber dem Meeresspiegel in der
Mitte einer Hochebene auf einer Erhebung, die ueber das Chiana-Tal herrscht. Die alt- und
neusteinzeitlichen Funde weisen auf Spuren von Menschen hin, die auf 48.000 Jahre in die
Vergangenheit zurueckgehen. Sarteano erreichte seinen Hoehepunkt in der Bronzezeit und
spaeter unter den Etruskern. Es kam zu einer Bevolkerungszunahme und einem
wirtschaftlichen Wachstum, die ihren Hoehepunkt gegen Mitte des 8. Jhs. v. Chr. erreichten
und zahlreiche Zeugnisse in den Nekropolen mit Graebern "a Ziro", "a
pozzetto", "a piccole camere" hinterliessen. Die Funde reichen meistens auf
das letzte Jahrhundert zurueck. Von den zahlreichen Funden aus dem Bereich um Sarteano,
nur der kleinste Teil ist heute in dem "Antiquarium Comunale" zu besichtigen.
Gegen Ende des siebten Jhs. v. Chr. erlebten die Etruskischen Zentren eine radikale
wirtschaftliche und geographische Veraenderung. Als die nahe Stadt Chiusi unter Koenig
Porsena den Hoehepunkt ihrer Macht erreichte, wurden die archaischen Zentren um Sarteano
allmaehlich verlassen, wie es die grossen Nekropolen von Pianacce, Costolaie, Boccalaciana
bezeugen, die wegen ihrem verborgenen und finsteren Aussehen mit dem Namen "Via
Cupa" bezeichnet wurden. Zuerst durch die
Etrusker und spaeter unter der roemischen Herrschaft erreichte Sarteano ein
hoehes Kunstniveau, was die vielen Funde beweisen. Nach dem Untergang des spaetroemischen
Kaiserreichs und vor allem waehrend der Voelkerwanderung gab es die Notwendigkeit, einen
zur Verteidung geeigneten Ort zu finden. Die Erhebung, auf der die kleine Ortschaft lag,
wurde deshalb ein befestigtes Dorf. In dieser neuen Gestalt gehoerte Sarteano zum
langobardischen Herzogtum und dann zur Grafschaft von Chiusi. Die erste sichere Urkunde
ueber Sarteano geht auf 1038 zurueck. Es handelt sich um eine Schenkungsurkunde, wo der
Graf Winildo einige Laendereien dem Kloster San Salvatore auf dem Berg Amiata schenkt.
Anfangs des 13. Jds. gelang es den Sienesern durch die Grafen Manente die Kontradee der
Stadt zu bekommen. Spaeter war die Stadt unter der Einflusssphaere von Orvieto und so
weiter fuer zwei Jahrhunderte. Als die Sieneser von dem florentiner Cosimo 2. erobert
wurden, ging das Dorf auch in die Herrschaft des Grossherzogtums von Toskana (1555) ueber.
1861 erhielt Sarteano seinen ersten Buergermeister, der durch ein reales Dekret ernannt
wurde.
SEHENSWUERDIGKEITEN
In dieser Gegend sind zahlreiche Kirchen. Drei davon sind romanische Kirchen.
Eine dieser Kirchen ist die von Santa Vittoria, die sich nach der Stadtmauer auf der alten
Strasse nach Chiusi befindet. Die Kirche die Ende des 18. Jhs., als sie zum Friedhof
umgebaut wird, abgedeckt wurde, bewahrt hoch ein schoenes Portal, die Apsis, die Kapitelle
und die Fresken, die aber in der Kirche des heiligen Franziskus aufbewahrt sind, wie auch
die Resten des Mosaiks von Onbone. 1341 wurde der Aufbau der Kirche des heiligen
Franziskus vor der "Porta di Mezzo" bedeutet. Die Fassade ist im
Renaissancestil, nach dem Willen vom Papst Pio III Francesco Piccolomini Tedeschini, dem
Papst aus Sarteano. Der Kirchturm ist aus dem 17. Jh. und hinter dem Altar haengt ein
Triptychon von Jacopo von Mino von Pellicciaia, eine zaertliche Madonna mit Kind, zwischen
den Heiligen Johannes dem Taeufer und Johannes dem Juenger, ueberragt von einer Marien
Verkuendigung und von den Heiligen Bartolomeus, Petrus, Jakob, Paulus. Ausser den
wunderschoenen Fresken steht auch eine Holzfigur vom heiligen Franziskus, der
Sakristeibalkon (16. Jh.) die Rundbilder, die die beruehmten Persoenlichkeiten der
christlichen Geschichte von Sarteano darstellen, und das Gemaelde mit Beato Alberto aus
Sarteano, einem grossen Humanisten des 15. Jhs. Aus dem 16. Jh. sind drei Kirchen erhalten
geblieben. Die wichtigste davon ist die Collegiata S. Lorenzo mit ihrer Fassade von1556.
Sie besitzt die Marien Verkuendigung von Gerolamo von Pocchio, einen wunderschoenen
Tabernakel aus Marmor , zwei Tafelbilder fiorentinischer Schule, ein intarsiertes
Holzchor, die Graeber der Ahnen von Pio III und andere Kunstwerke. Die zweite Kirche aus
dem 16. Jh. ist die Kirche "del Suffragio" deren Fresken, die einst die Kirche
von Castiglioncello verzierten, zwei sehr schoene Madonnen aus dem 15 Jh. darstellen. Die
dritte Kirche aus dem 16. Jh. ist die Kirche S. Bartolomeo nicht weit von den "Celle
di San Francesco", wo sich der Heilige Franziskus bestimmt aufhielt. 1841 wurde die
romanische Kirche S. Martino in foro auf dem Hauptplatz zerstoert. In dieser Kirche sind
zu bewurdern: eine Madonna mit Kind von Jacopo von Mino von Pellicciaia (1365) ein
Tafelbild mit Madonna, Kind und den heiligen Rocco und Sebastiano, das Andrea di Nicola
(15. Jh.) zugeschrieben wird. Ueber der Tuer der Sakristei ist eine wertvolle Marien
Verkuendigung von Beccafumi (16. Jh.) zu sehen.
Das majestaetische Schloss, herrliche Spur der Vergangenheit, das die Stadt ueberragt,
bestand schon 1038 in der Zeit der Herrschaft des Grafen Manenti. Zerstoert und
wiederaufgebaut zwischen 1467 und 1474, gewann ihre endgueltige Form gegen Ende des 15.
Jhs. nach Entwurf des sienesischen Baumeisters Baldossarre Peruzzi. Heute steht das
Schloss unter Privat Besitz, in dem es 1590 vom Grosserzog Ferdinando I der Medici der
Familie Fanelli geschenkt wurde, die in Dienst der Medici in Florenz war. Die Festung von
Sarteano ist seit Jahrzehnten nicht mehr gewohnt und seit Generationen wurde sie nicht
mehr betreten, bis sie am Abend des 28. 10. 1995 fuer die Besucher geoeffnet wurde (nach
Genehmigung von Pier Fanello Fanelli). Das Schloss und der Palast Fanelli sind von
tausenden Leuten, unter der Fuehrung von freiwilligen Begleitern, besucht worden. Am
fruehen Vormittag des 29. 10 hat der historische Umzug mit 150 kostuemierten Beteiligten
das Schloss betreten und somit begann diese einmalige Veranstaltung. Nach dem Auftreten
von Gauklern und einen Zauberer und nach einem schoenen Konzert mittelalterlicher Musik
wurde die Zugbrecke heruntergelassen und der Umzug mit dem Buergermeister an der Spitze
ist eingezogen.
Die Parkanlage- Campingplatz "delle Piscine" Der Park ist einzig in seiner Art,
in dem er ausser der Wohnanlage, die die hoechste Bezeichnung ( vier Sterne) verdient hat,
eine weite Gruenflache mit Wiesen und Baeumen bietet, mit drei Schwimmbecken, die von
warmen Quellwasser versorgt werden. Der Campingplatz, einer der besten in Europa ist auch
mit Volleyball, Boccia und Tennisplaetze versehen. Neben dem Kinderbecken befinden sich
Schaukeln und ein Karussel. Die alten Quellen, die die Schwimmbecken versorgen, sind die
bedeutendsten.
Das komunal Theater der "Arrischianti" ist einer der schoensten Schmuckstuecke
von Sarteano. Es wurde im Iuneren vom Komunalpalast ( Rothaus ) 1740 aufgebaut. Das
Theater der Arrischianti ist sehr elegant mit seinen drei Logenreihen. Ihre Zuege aus dem
18. Jh. und die schoenen Stueckwerke sind unveraendert erhalten geblieben. Von grossen
historischen Bedeutung ist die das Theater betreffende Dokumentation, die uns ueber
wichtige Ereignisse informiert, die von dilettantischen Auffuehrungen bis zur mit Beifall
aufgenommenen Rede Garibaldis vom August 1867 reichen, von den Operetten, die kurz vor dem
Ausbruch des ersten Weltkriegs aufgefuehrt wurden bis zur Erklaerung der Enzyklika vom
Papst Johannis XXIII "Pacem in terris" durch den Erzbischof von Siena.
KULTURELLE VERASTALTUNGEN
Die Giostra del Saracino Es handelt sich um die wichtigste traditionelle Veranstaltung von
Sarteano, die in den Seelen der Bewohner stark verwurzelt ist und seit Jahrhundert
jaehrlich Wiederbelebung findet. Die Stadt teilt sich in den fuenf Stadtteilen auf. San
Martino, Sant' Andrea, Santissima Trinità, San Bartolomeo und San Lorenzo. Das
Lanzenrennen findet jedes Jahr am Nachmittag des 15. August statt. Wundervoll sind die
Allegorien, die Kostueme, der Umzug, die Fahnenschwinger, der Kontraden (die Stadtteile).
Es handelt sich um eine Art Pferderennen, das an den Ritterkampf gegen die arabischen
Raeuber (Sarazenen) erinnert, der Jahrhundertlang die christliche Bevoelkerung
terrorisierten. In der Vorstellung wird der Flind von einen Holzbueste auf einem drehbaren
Gestellt, dargestellt. Die Reiter stuerzen sich in Galopp dieser Figur entgegen und
versuchen im Rennen mit ihrer Lanze den Ring, der auf den Schild plaziert, ist
aufzuspiessen. Wer die meisten Punkte erzielt, gewinnt.
von Jacopo von Mino von Pellicciaia (1365) ein Tafelbild mit Madonna,
ier Fanello Fanelli). Das Schloss und der Palast Fanelli sind von tausenden Leuten, unter
der Fuehrung von freiwil
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