Die Gemeinde Trequanda setzt sich aus den drei Orten
Trequanda, Petroio und Castelmuzio zusammen und liegt zwischen dem Chiana- und Assotal. Es
liegt auf einer Anhoehe, der gegenueber das Flusschen Asso entspringt, waehrend an der
Ost- und nordseite des Huegels das Wasser in die Foenna abfliesst, die in den Fluss Chiana
muendet.
Die Entstehung des Ortes und die Herkunft seines Namens sind unbekannt und man kann die
Geschichte Trequandas erst ab dem 13. Jh. verfolgen, als es bereits seit mehreren
Jahrhunderten Feudalbesitz der Grafen von Sinalunga und Berardenga mit Namen Cacciaconti,
war, in deren Besitz es bis zum Jahr 1300 blieb.
1254 griff Siena als Schlichter bei zwischen dem Grafen Ildebrandino und
den Bewohnern der Gemeinde Trequanda aufgetretenen Streitigkeiten ein. Nach einem
Beschluss vom 16 . Maerz 1255 wurde der erste Buergermeister von Siena als Richter nach
Trequanda entsandt. Aus den Buechern des Glockenrats aus dem Archiv von Siena lassen sich
folgende Daten zur Geschichte Trequandas ersehen:1254 treffen die Einwohner Trequanda ein
Abkommen mit den Bewohnern Montefollonicos; 1271 beordert der Rat der Neun einen Kommissar
nach Trequanda und Montefollonico, um den Herrn Guglielmo fuer die Schaeden an seinem
Besitz in Valiano zu entschaedigen, im gleichen Jahr wurde der Burgermeister von Siena
bevollmaechtigt, die Einwohner Trequandas zu bestrafen, da sie dem Herrn Ugolino, Soldat
und Richter, der als Buergermeister kandidierte, dem Zutritt zur Stadt verwehrt hatten.
Die wichtigsten Gebaeude des Ortes sind die Kirche der Heiligen Petrus und Andreas aus dem
13. Jh. , die eine aeusserst originelle Fassade, die, aehnlich wie ein Schachbrett, aus
dunklen und hellen Steinen zusammengesetzt ist, sowie einen Glockenturm hat. Diese Kirche
gehoert dem Moenchsorden der Frati Umiliati. Im letzten Altar der Kirche befindet sich
eine von Albani bemalte Urne, die die Asche der Seligen Boninzella Cacciaconti enthaelt,
und daneben liegen die sterblichen Ueberreste ihres Sohnes, des B. Guido.
Die Burg von Trequanda , die fuer £ 18.000 dem Herrn von
Staggia, Musciatto Franzesi, verkauft worden war, ist ein weiterer der wichtigsten
Bauwerke des Ortes, dessen runden Turm aus dem 14. Jh. man heute noch bewundern kann. Von
grosser Bedeutung ist das wuchtige und schoene Rathaus.Ein ungewoehnliches Gebaeude, das
sich in Trequanda befindet, ist die Windmuehle (Taubenturm) mit drei Etagen : die Wohnung
des Zuechters und der Taubenschlag, an dessen Waenden man ueber 600 Nester zaehlen kann.
Das Gemeindegebiet von Trequanda umfasst eine Flaeche von 23.745 m. Agrarland Der
hoehergelegene Teil der Huegel des Gemeindegebiets von Trequanda ist mit Stein- und
Zerreichen und Kastanienwaeldern bedeckt, der tiefergelegene Teil von Weinbergen und
Olivenhainen. Das fruchtbarste Gebiet mit dem meisten Anbau ist das von Montisi, zwischen
Castelmuzio und Montelifré.
Der Erlass vom 2. Juni 1777 legte fest, dass die Gemeinde Trequanda aus drei
Stadtgemeinschaften (Trequanda, Petroio und Montisi) und zwei Dorfgemeinschaften
(Montelifré und Belsedere) bestand; durch diesen Erlass wurden die drei Stadt- und
Dorfgemeinschaften zu einer einzigen Verwaltungseinheit zusammengefasst, die nach den
Erweiterungen von 1833 auch die Ortschaft Castelmuzio miteinschloss.
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